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Forschung & Entwicklung

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Marie-Charlott Rümmler

Marie-Charlott Rümmler

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Osama Mustafa

Osama Mustafa

Tel.: +49 (0)3641 6398874

Polarforschung

Die Polargebiete – sowohl die Arktis als auch die Antarktis – stellen sehr sensible Ökosysteme dar, deren umfassender Schutz ein zentrales Anliegen der internationalen Gemeinschaft ist. Wir entwickeln, erproben und nutzen verschiedene Methoden, um die Lebensgemeinschaften dieser Ökosysteme zu untersuchen und soweit wie möglich ein Monitoring für verschiedene Arten dieser Ökosysteme zu etablieren.
Zwei Menschen im Vordergrund in roter Polarkleidung, dicken Mützen und Sonnenbrillen. Im Hintergrund sind Schnee, Eis, blauer Himmel und eine Kaiserpinguinkolonie sowie einige Eisberge zu sehen.

Forschung in der Fernerkundung

Wir entwickeln und erforschen Methoden zur Umwelt‑ und Biodiversitätsbeobachtung mithilfe von Satelliten‑ und Drohnentechnologien. Unser Fokus liegt dabei sowohl auf sensiblen Ökosystemen wie der Antarktis als auch auf praxisnahen Anwendungen in der Forstwirtschaft.
Ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Einsatz optischer und Radarsatellitendaten zur Erkennung von Pinguinkolonien und zur Abschätzung ihrer Populationsgrößen. Auf dieser Basis analysieren wir räumliche und zeitliche Veränderungen, um belastbare Aussagen über Bestandsentwicklungen und ökologische Veränderungen treffen zu können. Dabei untersuchen wir gezielt die Eignung unterschiedlicher Satellitensensoren, einschließlich Radardaten, für diese Fragestellungen.
Wir erforschen umfassend die Nutzbarkeit von Drohnen für das Monitoring von Tieren und Pflanzen in der Antarktis. Dabei analysieren wir die Erkennbarkeit von Organismen in Abhängigkeit von der Bodenauflösung sowie die Möglichkeiten der Artunterscheidung, etwa zwischen Pinguinarten.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Vergleich verschiedener Drohnentypen – Multicopter und Starrflügler – unter den extremen klimatischen und logistischen Bedingungen der Polarregionen. Zudem untersuchen wir, welche Sensorsysteme (RGB, Nahinfrarot oder Thermal) sich am besten eignen und wie sich die Genauigkeit bei der Bestimmung von Brutpaarzahlen weiter erhöhen lässt. Dabei setzen wir auch auf automatisierte Auswertungsverfahren, beispielsweise KI‑gestützte Zähl‑ und Klassifikationsmethoden.
Im Projekt RaMon erforschen wir die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen für Gasmessungen. Wir untersuchen geeignete Sensoren, Messstrategien und Einsatzszenarien, um Drohnen als flexible und effiziente Plattformen für Umwelt‑ und Atmosphärenmessungen nutzbar zu machen.

Faunistische Reaktionsanalyse

Tierarten in ihrer natürlichen Umwelt sind ständig einer Vielzahl von äußeren Einflüssen ausgesetzt, besonders durch die Anwesenheit des Menschen. Reaktionen von Lebewesen auf solche Einflüsse zu ermitteln und Konsequenzen für Individuen, Populationen oder Arten abzuschätzen, ist substantiell für ein umweltfreundliches Auftreten. ThINK bietet hierzu auf der Individuenebene Untersuchungen zu Verhaltensänderungen aufgrund von Störungen sowie Messungen physiologischer Parameter wie Herzschlagraten an.
Zwei Menschen im Vordergrund in roter Polarkleidung, dicken Mützen und Sonnenbrillen. Im Hintergrund sind Schnee, Eis, blauer Himmel und eine Kaiserpinguinkolonie sowie einige Eisberge zu sehen.